Ein Paradiesin Lyrik

Eine Geschichte wie jede anderein Prosa

«2/14» Prosa

So etwas wollte ich immer mal schreiben. (Ehemals Unbestimmt.) Wird fortgesetzt.

Kapitel: 1 | 2

 [ n'eksus ]

I. Unbestimmt

Stille Dunkelheit. Ich horche, konzentriere mich. Ein leises Blubbern, gelegentlich, unregelmäßig. Plötzlich Angst. Dann Beklemmung, Panik… Schritte? Kommen sie? Sie werden leiser, beruhige mich. Hebe den Arm, er ist schwer. Will laufen, doch… Wasser. Um mich herum, schwebe darin, sinke ich, ertrinke ich?! Atme tief. Luft, bin überrascht. Taste. Vor mir… Stein? Glatt und kalt, Glas? Neben mir… hinter mir… genauso. Betaste mich selbst. Haut… warm, weich, keine Haare… An mir… Ka-bel, kleben auf meiner Haut. Höher… ein Schlauch, führt in meinen Mund! Wieder Schritte. Horche erneut, höre es deutlich: Sie kommen! Eine Tür schwingt auf, Licht blendet mich, fremde Stimmen, verstehe sie nicht! Angst, bin gelähmt, starr. Schließe die Augen, fest. Höre Laute – klicken, rattern, piepsen. Dann wieder Schritte, sie entfernen sich. Dunkelheit. Entspanne mich, denke nach. Ich will mich erinnern, doch kann nicht, Ungewissheit quält mich. Plötzlich: Wut. Winde mich, trete, gegen Glas, Schmerz! Reiße Kabel von mir, winde mich schneller, stärker, stoße gegen Glas. Kaltes Glas. Ziehe am Schlauch, würge – Dann … Ruhe. Fühle … Atemnot! Bemerke meinen Fehler, keine Luft! Schlage heftiger, wieder gegen Glas, trete, meine Zehen brechen, werde wilder, dann langsam schwächer … Mein Bewusstsein verschwimmt …

Schnelle schritte. Rufe. Nehme sie kaum wahr. Auf einmal … kein Wasser mehr. Kälte. Luft. Atme sie nicht, bin zu schwach. Sie strömt von selbst in mich hinein. Ich erhole mich langsam – will fliehen! Werde festgehalten … bin zu schwach. Schlafe ein … Atme … Lebe …

II. Unklar

Erwachen. Öffne die Augen, schließe sie sofort wieder – es blendet mich. Halte sie geschlossen. Denke nach, völlig klar, mein Kopf … wie leergefegt. Erinnerung kommt zögernd, unscharf. Plötzlich schnell – Dunkelheit, Angst, Lärm, Schmerz, … Dann, nichts. Davor, nichts? Aber, es muss doch … Gebe es auf, öffne die Augen. Vorsichtig, erkenne Licht, warte. Später, wann?, noch immer, keine Farbe, keine Konturen, keine Schatten, nur … Licht? Sehe herab. Nur ich. Nackt, blass, haarlos, sauber. Stehe auf, hinter mir … hebe den Kopf, über mir … drehe mich, überall … weiß! Gehe einen Schritt. Langsam, doch, ich schwanke nicht. Noch einen, fasse Mut, noch eins, zwei, stopp. Vor mir – nichts? Dennoch, Widerstand. Eine Wand? Wende mich zur Seite, gehe ein paar Schritte über nichts, weißes Nichts. Wieder. Andere Seite. Auch. Überall: Hartes Nichts. Ich sehe mich erneut um. Keine Veränderung, keine Grenzen, kein … Nichts! Schließe die Augen wieder. Muss mich ablenken, an etwas anderes denken! Lausche … Ich höre nichts. Oder doch? Ein Pochen, Rauschen … mein Herz. Und mein Atem. Ich bin nicht taub. Doch sonst? Höre angestrengt … nichts. Ich höre nichts. Höre nichts, Stille, Nichts!

Erwachen, erneut. Liege, eine Wand neben mir. Erinnerung. Weiß, alles … nein, nichts! „Hi-hi“ Was?! Meine … Stimme? Keine Erinnerung daran. Spüre Hunger, mein Bauch schmerzt … Öffne die Augen, blicke um mich. Nichts, natürlich. Bleibe liegen.

Öffne die Augen einen Spalt breit. Geschlafen? Wie lange? Kein Traum … Spüre … hart, weiß, hartes Nichts. Unter mir, neben mir. Es ist glatt. Und eben. Und – warm … merke es erst jetzt. Spüre … mein Gewicht, keinen Schmerz, aber – doch, Hunger! Dennoch, fühle mich nicht schwach. Besser: nicht schwächer. „Warum?“ Erschrecke. Meine Stimme? Geflüstert, heiser. Jetzt kommen Fragen. Endlich. „Wo … warum bin ich hier?“ Konzentriere mich. „Nein … wo war ich? Ja, wo war ich vorher?“ Keine Antwort. Keine Erinnerung. Aber … gewöhne mich an meine Stimme. „Wer … wer hat mich hergebracht? Bin ich allein?“ Setze mich auf. Rufe. „He! Ist … ist da jemand!? Da … da draußen!?“ Lausche. Wärme – schäme ich mich? Kein Laut. Keine Antwort. Wärme … Scham? Nein, Wut! Suche die Wand, wie blind. Drücke dagegen, stehe auf, drücke fester. Nichts. Zur Seite, andere Wand. Drücke: wieder nichts. Nächste Wand. Drücke mich, werfe mich dagegen: nichts. Wut, mehr Wut! Laufe. Meine Schulter trifft die Wand. Pralle zurück. Heiß! Heißer Schmerz! Suche die Wand, taste. Gefunden. Schlage dagegen. Mehr Schmerz! Schlage weiter, fester, schneller. Meine Faust: rot, schlage weiter. Rot. Rot an der Wand, ich sinke nieder – setze mich. Meine Hand – geschwollen. Ein roter Ball. Rot auf dem Boden. Ich schlafe ein …

Wird Fortgesetzt

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Quelle:Disclaimer von e-recht24.de, Rechtsanwalt Sören Siebert

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